Pferdekauf vertraglich korrekt absichern

Sicherer Pferdekauf

Mit dem Erwerb eines Pferdes geht eine große Verantwortung einher. Zugleich ist der Pferdekauf fast immer an eine stattliche Zahlung gekoppelt. Umso mehr legt der Käufer Wert darauf, dass sich seine Investition am Ende bezahlt macht. Er möchte ein Tier halten, das ganz seinen Erwartungen gerecht wird.

Leider ist dies in der Praxis nicht immer der Fall. Es kommt häufiger vor, dass sich Käufer und Verkäufer später vor Gericht darüber streiten, ob z.B. ein Anspruch auf eine rückwirkende Minderung des Preises besteht.

Streitigkeiten dieser Art können für beide Seiten ungemein belastend sein, d.h. sie kosten Nerven und ggf. auch Geld. Besser ist es daher, wenn es gar nicht soweit kommt. Schlüssel zum Erfolg ist es, den Pferdekauf gründlich vorzubereiten und zudem vertraglich abzusichern.

Rechtsgrundlage des Landes bedenken

Es kursieren viele Informationen (sowohl richtige als auch falsche) rund um den Erwerb von Pferden. Diese im Allgemeinen zu bewerten, ist jedoch gar nicht so leicht. Entscheidend ist nämlich, auf welcher rechtlichen Grundlage der Verkauf getätigt wird. Es macht einen Unterschied, ob das Recht der Schweiz oder der BRD gilt.

Fakt ist, dass deutlich mehr Pferde in Deutschland als in der Schweiz ihre Besitzer wechseln. Deshalb beziehen sich die nachfolgenden Aussagen auf Rechtsgeschäfte, die nach deutschem Recht besiegeln. Sollte Schweizer Recht die Grundlage bilden, können abweichende Regelungen gelten. Diesbezüglich soll schon hier vorweggenommen werden, dass es im Zweifelsfall sinnvoll sein kann, sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden.

Informationen rund um den Pferdekauf

Einer der strittigsten Punkte sind spätere Reklamationen des Käufers, weil das Tier nicht seinen Vorstellungen entspricht. Oft wird unter Reitern behauptet, es sei innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren möglich, vom Kauvertrag zurückzutreten und sich den vollen Preis erstatten zu lassen. Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht, denn prinzipiell hat solch ein Kaufvertrag seine Gültigkeit – und die lässt sich nicht ohne weiteres aufheben.

Ganz wichtig ist es daher, möglichst genaue Absprachen vorzunehmen und schriftlich festzuhalten, wenn „Mängel“ am Tier festzustellen sind. Gerade aus Sicht des Verkäufers ist solch ein Vorgehen sehr zu empfehlen, um sich selbst abzusichern.

Ergänzend ist es sinnvoll, sich Rat beim Tierarzt zu holen. Die meisten Pferdetierärzte haben schon etliche Pferdeverkäufe begleitet und wissen daher genau, wie ein Gutachten aufzusetzen ist. Es ist möglich, den Vertrag um das Gutachten zu ergänzen bzw. zumindest Bezug darauf zu nehmen. Für beide Seiten, d.h. Käufer und Verkäufer, ist solch eine Absicherung sinnvoll.

Oft kommt in diesem Zusammenhang die Frage auf, wer die hiermit verbundenen Kosten zu tragen hat. Im Regelfall werden die Kosten für Untersuchung und Erstellung des Gutachtens vom Käufer des Pferdes getragen. Allerdings ist es ebenso möglich, anders herum zu verfahren. Am Ende müssen sich beide Seiten einfach nur absprechen.

Probleme mit dem Gutachten vom Tierarzt?

In der Praxis kam es schon vor, dass sich ein Pferd in einem anderen Gesundheitszustand befand, als vom Tierarzt beschreiben. Je nach Erkrankung lässt sich sogar sehr genau nachweisen, dass das gesundheitliche Problem des Tieres schon länger besteht und somit vom Tierarzt ein Fehler gemacht wurde. In solch einem Fall kann der Käufer den Vertrag nicht einfach rückabwickeln, schließlich hat der Verkäufer keinen Fehler gemacht.

Stattdessen kann sich der Käufer an den Tierarzt wenden und Schadensersatz einfordern. Natürlich ist solch eine Vorgehensweise mit einem gewissen Aufwand verbunden. Ob dieser gerechtfertigt ist, hängt vom Einzelfall ab.

Rat beim Experten einholen

Wie bereits angedeutet wurde, ist es im Zweifelsfall immer besser, sich Rat beim Experten zu holen. Gemeint sind aber nicht Pferdekenner, sondern Juristen. Nur ein Jurist kann sagen, welche konkreten rechtlichen Besonderheiten zu berücksichtigen sind und wie sich z.B. der Pferdekäufer vertraglich absichern kann. Natürlich hat solch eine Beratung ihren Preis, doch am Ende kann dieses Geld sehr gut investiert sein.

Gerade wenn es um den Erwerb sehr wertvoller Pferde geht, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Kaufverträge individuell von Fachanwälten ausgearbeitet werden. Sollte hingegen ein preiswertes Pferd den Eigentümer wechseln, hält sich der Aufwand in Grenzen. Dann ist es meist sinnvoller, einen anderen Weg einzuschlagen.

Eine gute Lösung kann darin bestehen, mit einer Vertragsvorlage zu arbeiten. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe an Anbietern, die vorgefertigte Kaufverträge bzw. Muster für den Pferdekauf zur Verfügung stellen. Deren Spektrum ist wiederum bereit gefächert. Besonders einzelne Verbände aus den Bereichen Zucht oder Reitsport sind in diesem Umfeld durchaus aktiv. Zumindest Mitglieder können die Vorlagen meist direkt und ohne Mehrkosten anfordern. Außenstehende müssen ggf. eine Gebühr entrichten, aber dann sind die Dokumente meist ebenfalls zugänglich.

Von der Nutzung anderer Vorlagen ist abzusehen, zumindest wenn die Quelle nicht einwandfrei geklärt ist oder diese womöglich nicht als vertrauenswürdig gilt. Es ist zweifelsohne sicherer, einen Vertrag zu wählen, der vom Fachmann ausgearbeitet wurde. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn die Vorlage einen Fehler enthält und es deswegen zu Schwierigkeiten kommt.

Die Pferderasse Mustang im Fokus

Mustang im Fokus

Es gibt mehr als 200 Pferderassen, von denen jede ihre Liebhaber hat. Allerdings gibt es einige Rassen, die sich einer besonders großen Beliebtheit erfreuen. Hierzu zählt auch der Mustang, der vor allem mit dem Nordwesten der USA in Verbindung gebracht wird. Er gilt als das Pferd der Cowboys und ist in Europa vor allem bei Westernfans sehr gefragt.

Herkunft der Pferderassen

Mustangs werden oft als Wildpferde bezeichnet. Auf der einen Seite ist dies richtig, auf der anderen jedoch falsch. Fakt ist nämlich, dass die Tiere auf dem amerikanischen Kontinent ursprünglich nicht heimisch waren. Stattdessen wurden sie von den spanischen Eroberern des Kontinents eingeführt. Von diesen zunächst als Arbeitstieren mitgebrachten Pferden, gelangten einige in die Freiheit, wo sie verwilderten.

Noch heute gibt es immer noch große Mustang-Herden, die ausschließlich aus Wildpferden bestehen und durch die Landschaft streichen. Besonders in den US-Bundesstaaten Montana und Wyoming sind die Pferde sehr verbreitet. Allerdings geht es den Tieren dort nicht unbedingt gut, weil sie mit der Viehwirtschaft im Wettbewerb stehen. Die Farmer haben großen Bedarf an Weideflächen, denen die Tiere weichen müssen. Oft werden sie eingefangen und anschließend weggesperrt, ohne Aussicht, je wieder in Freiheit zu leben. Aufgrund dieses Überangebots sind die Tiere in den USA auch sehr preiswert zu haben – wobei dies natürlich für ungezähmte Mustangs gilt.

Ohnehin haben die Farmer in den USA mit diesen Tieren ein ernsthaftes Problem. Der Konflikt um die Weideflächen hat sich intensiviert, nie zuvor hatten die Wildtiere so wenig Lebensraum. Längst steht fest, dass mehr Mustangs in Gefangenschaft als in Freiheit leben. Dies hat ein hohes Angebot zur Folge, weshalb sich nur wenige Käufer finden. Etliche Tiere kommen deshalb in die Schlachtung. Das auf diesem Weg gewonnene Fleisch wird vor allem als Tierfutter eingesetzt und sogar exportiert. Amerikanische Tierschützer sind empört, können hiergegen jedoch nur wenig Unternehmen.

Allerdings gibt es auch Beispiele für erfolgreiche Engagements im Tierschutz. So setzt sich vor allem Madeleine A. Pickens – Ex-Frau des Milliardärs T. Boone Pickens – für den Schutz der Tiere ein. Sie nutzt ihre finanziellen Mittel sowie politische Kontakte, um den wilden Pferden eine Zukunft zu geben. Eine ihrer wirkungsvollsten Maßnahmen besteht darin, Land zu erwerben – Land, von auf dem sich die Pferde unbesorgt bewegen können.

Pferdenutzung in Europa

Hier in Europa ist die Situation eine andere. Der Mustang wird vor allem als Freizeitpferd betrachtet. Bei Pferdenarren mit Begeisterung für das Cowboy-Leben stehen die Pferde hoch im Kurs. Genutzt werden sie vor allem zum Westernreiten, weil sie sich dafür hervorragend eignen. In den USA dienen sie auch häufig als Arbeitspferde, doch streng genommen gibt es in Europa solch einen Bedarf nicht mehr – zumindest in den westlichen Ländern.

Allerdings ist anzumerken, dass sich die Verbreitung von Mustang Pferden in Europa in Grenzen hält. Grund dafür ist die vergleichsweise kostspielige Einfuhr. Die Tiere werden von den Farmern zwar preiswert angeboten, doch der Transport kostet viel Geld und zugleich gilt es zahlreiche Bestimmungen zu berücksichtigen. Daher ist es kein Wunder, dass sich unter den Freizeitpferden andere Rassen einer größeren Beliebtheit erfreuen.

Investments in Sportpferde: Der Traum vom großen Geld

Pferdekauf

In Zeiten niedriger Zinsen bereitet es wenig Freude, die Ersparnisse auf Tagesgeldkonten einzuzahlen. Die Renditen sind einfach zu schlecht, weshalb mehr das Interesse an alternativen Formen der Geldanlage umso größer ist. Deren Spektrum ist wiederum breit gefächert und schließt sogar den Erwerb von Pferden ein.

Für die meisten Menschen gilt ein Pferdeinvestment als abwegig. Anders sieht bei Pferdeliebhabern aus, dort ist die Verlockung umso größer. Grund ist die Chance, Hobby und Investment miteinander vereinen zu können. Zumal im Feld des Pferdesports die Möglichkeit besteht, beeindruckende Renditen zu erzielen.

Es locken Millionengewinne

Die Renditen gehen primär aus Preisgeldern hervor. Wenn Pferde auf internationalen Turnieren antreten und dort Siegerplätze belegen, werden satte Gelder ausgezahlt. So manches Sportpferd hat seinen Eigentümern mehrfache Gewinne in Millionenhöhe beschert. Da ist die Verlockung, in solch ein Pferd zu investieren, umso größer.

Außerdem sind Preisgelder noch längst nicht alles. Gewinnerpferde gelten als gefragte Zuchttiere. Ein guter Deckhengst kann seinem Eigentümer satte Zusatzeinnahmen bescheren, sodass auch hier enorme Renditen locken.

Pferdeinvestments sind an ein hohes Risiko gekoppelt

Allerdings ist die Anzahl an Personen, die auf diesem Weg satte Renditen einfährt, überschaubar. Immerhin geht es hier nicht nur um das Investieren, sondern um ein komplexes Business. Der Pferdesport ist ein Fulltime-Job – unter Umständen sogar ein äußerst schlecht bezahlter. Geld gibt es nur, wenn Pferde und Reiter auf dem Siegertreppchen landen. Aber bis dorthin ist es ein weiter Weg

Es ist nicht so, dass ein gutes Pferd automatisch erfolgreich ist. Es benötigt eine Ausbildung, die stattliche Kosten nach sich zieht. Hinzu kommt die fortlaufende Betreuung, beispielsweise durch Tierärzte. Einen Stab an Pferdespezialisten zu unterhalten, ist alles andere als günstig. Ergänzend bedarf es einem guten Ort der Unterbringung, eines Pferdetransporters sowie vieler weiterer Dinge, die angeschafft werden müssen.

Zudem existieren stattliche Risiken. Es kann jederzeit passieren, dass sich ein Pferd verletzt und damit vorübergehend oder sogar für immer ausfällt. Schon viele Menschen haben große sechsstellige Beträge oder mehr Geld in vermeintliche Ausnahmepferde investiert, die am Ende nicht einmal an einem Wettbewerb teilgenommen haben. Letztlich kann der Pferdesport mit dem Tennis verglichen werden: Es gibt viele Spieler, doch nur ein sehr kleiner Teil kann vom Sport leben.

Es sind große Investments erforderlich

Ein weiterer und zugleich nicht unwesentlicher Punkt sind die Investitionsbeträge, die mit Pferdeinvestments einhergehen. Schön gewöhnliche Pferde sind kostspielig, doch gute Sportpferde kosten noch sehr viel mehr. Wer ganz oben mitspielen möchte, muss mindestens einen mittleren sechsstelligen Betrag investieren, um ernsthafte Chancen zu haben. Zumal die richtig guten Pferde noch viel teurer gehandelt werden.

Im Übrigen ist zu bedenken, dass Pferdeinvestments nicht von kurzer Dauer sind. Sie gelten als langfristig, weshalb es nicht möglich ist, Gelder von heute auf morgen wieder abzuziehen. Wegen der genannten Gründe kommen Direktinvestments nur für wenige Menschen infrage.

Aber es geht auch anders. Wer sich für den Pferdesport begeistern kann und zugleich investieren möchte, hat die Möglichkeit, Fondsanteile zu erwerben. Es gibt mehrere geschlossene Fonds, in denen sich mehrere Anleger zusammenschließen, um gemeinsam zu investieren. Zwar müssen die Siegprämien in solch einer Konstellation geteilt werden, doch im Gegenzug ist es möglich, sich mit kleineren Summen zu beteiligen.